Wie kann Lebensmittelrettung den Kongo helfen?

Ein Artikel im Blick informiert über das System der Lebensmittelrettung von Toogoodtogo. Das ist eine App wo Lebensmittel angeboten werden, die sonst angeblich auf den Abfall landen. Wir Schweizer sind mit 300 kg weggeworfener Lebensmittel pro Person und Jahr führend. Die Überlegung, wird nichts mehr weggeworfen, kann die Welternährung gesichert werden.

Artikel vom Blick: Erfolgsapp to Good to go

Im Kongo sterben Menschen an Hunger, während wir den Überfluss verwalten

Im Kongo verhungern Menschen, eine Tagesration kostet wenig als einen Dollar. Also lautet die Frage, wie Geld umverteilen? Jedes Smartphone braucht seltene Erden aus dem Kongo. Ohne die Materialien hätten wir keine Informationsgesellschaft. 15000 Mitarbeiter arbeiten bei Glencore. Die Mitarbeiter verdienen überdurchschnittlich. Doch in Anbetracht von 80 Millionen Einwohnern im Kongo können nur Leuchtturmprojekte entstehen. Zumindest kann der Rohstoffgigant beim Marktzugang helfen.

Startups bauen Plattformen im Internet. Für die Einspielung von Skaleneffekten und vielleicht auch die Befriedigung von Investoren. Doch muss immer gleich der Weltmarkt erobert werden? 300 kg werden zu viel Lebensmittel für den Schweizer Konsumenten produziert. Das sollte analysiert werden. Warum wird das Geld nicht im Kongo investiert, um den Hunger zu bekämpfen?

Wie schaffen wir mehr Arbeitsplätze im Kongo?

Tourismus, eine Branche mit hohem Dienstleistungsanteil und vergleichsweise tiefen Investitionen ist im Kongo nicht möglich. Konflikte, Instabilität und eine fehlende Industrie für fast alles, besonders für Lebensmittel muss errichtet werden.

Also müsste in Lebensmittel investiert werden. Kakao ist früher der Reichtum Kongos gewesen. Er könnte dort wild von vielen Einheimischen in seiner natürlichen Umgebung geerntet werden. Sind wir bereit dafür zu zahlen? Irgendwie müssen wir die Wirtschaft anstossen und lernen, mehr Produkte aus Afrika zu fairen Preisen zu beziehen und gleichzeitig helfen, das Land zu modernisieren.

Schokolade ist bei uns immer teurer geworden, während die Kakaopreise sogar gefallen sind. Aus Kostengründen entstehen Monoplantagen, statt eine Landwirtschaft, die auf die Natur und Menschen Rücksicht nimmt. Nur, wir müssen eben von den «alles billiger Gedanken» wegkommen. Das Startup Toogoodtogo erzeugt das Gegenteil und kassiert eine kräftige Provision. Denn die Lebensmittel müssen billiger sein, um einen Anreiz zu geben.

Am Ende nur Werbung und Daten?

Wie meint nun die Gründerin von Toogoodtogo, die Ernährungsprobleme lösen? Sie muss am Anfang der Kette ansetzen. Das ist das Angebot, da braucht es mehr im Kongo als in der Schweiz. Und für die armen Menschen hier bringt die App wenig. Viele aus dem Umfeld kommen mit Smartphones selten zurecht. Eher die Studierenden, wo die Eltern oft genug Vermögen haben. Die App ändert am Ende wenig und wird zur Werbung und für ein gutes Image genutzt. Wenn sie das Problem der Lebensmittelverschwendung löst, würde die App sich selber abschaffen. Mit dieser Vision startet kein Startup und es gibt keine Finanzierungsrunden von Investoren.

Congo Hold-Up: Bereicherung durch den Kabila Clan

Public Eye hat mich auf den Aufdeckung von Papieren aufmerksam gemacht, die den Kabila Clan, und die Schweizer Banken anschuldigen, den Staat von Kongo, um viel Geld geprellt zu haben.

Das kurz, nachdem ich die Landesinfo der GIZ in mein Portal eingepflegt habe. Dies zeigt das Land mit seinen Kriegen und dem schweren Los der Zivilbevölkerung.

Die Familie Kabila hat lange den Kongo regiert. Das Unternehmen Glencore zahlt laut eigenen Aussagen CHF 1 Milliarde Steuer pro Jahr, zuwenig für die fast 80 Millionen Bewohner. Wie sollen da Schulen und Krankenhäuser bezahlt werden? Das Land ist verarmt, Millionen Menschen hungern. Der Kabila Clan konnte sich bereichern, wie die Informationen aus Wikipedia aufdecken und verfügt über Vermögen im Ausland.
Wikipedia Eintrag zu Congo Hold-Up

Es ist unsere Aufgabe, die Staatsanwaltschaften zu bitten, gegen die Beteiligten Ermittlungen aufzunehmen und Vermögen einzufrieren. Der Kongo ist aktuell das Land, was dringend humanitäre Hilfe benötigt. Wir hoffen von Public Eye eine Dokumentation zu erhalten, wo die Verstrickungen der Schweiz genannt sind.

Bei Public Eye wird der Fall sorgsam recherchiert. Unter folgenden Link kann die Recherche weiter verfolgt werden:
Recherche Public Eye Congo Hold-Up

Dabei werden Verstrickungen und Beteiligungen zitiert. Es ist ein Datenleck und das Internet ist sehr nützlich, denn vieles ist belegt. So gibt es ein «Sparschwein», wo Banken missbraucht werden, doch gleichzeitig Banker alles tun, um die Vorgänge zu vertuschen.

Die Wahlen im Kongo sind häufig begleitet von Korruption und Wahlfälschungen. Dazu laufen Zahlungen auch über die Schweiz. Schlussendlich werden Gelder von Netzwerken entgegen genommen, die öffentliche Gelder vom Kongo veruntreuen.

Es fragt sich, was Korruption auf einer Webseite zum Tourismus sucht. Ein Tourismus kann nur entstehen, wenn ein Staat stabil ist und eine gewisse Rechtssicherheit herrscht. Auf solchen Grundlagen kann Unternehmertum sich entfalten. Wenn Afrikaner glauben, dass Ausländer die touristischen Strukturen schaffen, so ist das Wunschdenken.

Was ist mit den Kleinminen

Im Brennpunkt der Meinung diskutiert die Öffentlichkeit über grosse Minenbetreiber. Doch es gibt viele Kleinminen, wie ich aus beiliegenden Beitrag von Glencore erfahren habe. 2 Millionen Menschen sind dort beschäftigt. Nun wird eine Vereinigung gegründet, die soziale Standards im Abbau von Kobalt setzen soll
Beitrag über die Gründung einer Kobalt Vereinigung

Wer sich mit Wirtschaftsgeschichte beschäftigt, weiss, es hat viele Unternehmer gegeben, die sich als Patron für die Arbeiter verantwortlich gefühlt haben. Sie haben zahlreiche Wohnungen gebaut und sich um soziale Fragen gekümmert.

Es hat andererseits rücksichtslose Arbeitgeber gehabt, die das alles aus den Arbeitern ausgepresst haben. Dagegen ist der Staat erst vorgegangen, nachdem sich die Arbeiter organisiert hatten. Das hören die Unternehmer nicht gern, doch es braucht die Sozialpartnerschaft, die in Afrika fehlt.

Die Webseite der Kobaltvereinigung zeigt wenig Mitbestimmung von den Arbeitnehmern. Die Situation soll sich verbessern, doch dies geht nur auf Augenhöhe. Ich habe das Gefühl, es soll vor allem das Minengeschäft gefördert werden.
Webseite von der Vereingung

Tourismus ist die Chance sich auf Augenhöhe zu begegnen. Leistungen werden direkt erbracht und das Verständnis ist höher.


Was ist dran an Ebola

Ebola ist eine Krankheit, die leicht übertragbar ist. Daher müssen die Kranken isoliert werden und viele sterben daran. Für die Helfer ist extrem gefährlich. Von 2014-2016 wütete der Virus in Westafrika, bis zu 8000 Personen sind pro Jahr gestorben.

Jetzt hat es den Kongo erwischt, dazu ein Artikel in der NZZ, nur mit Abo zu lesen. Journalismus kostet Geld.
Beitrag in der NZZ zu Ebola

Die Weltgesundheitsorgan in Genf nimmt sich der Epedimie an, doch Infos gibt es kaum. Anfragen an die Pressestelle bleiben unbeantwortet, geschweige denn dass ein Gesprächstermin arrangiert wird.

Bedeutet Ebola vielleicht ein Beschäftigungsprogramm für ausgediente Eliten oder stecken handfeste Interessen dahinter. Sollte Angst geschürt werden, damit niemand in den Kongo. Der Kongo ist kein Reiseland, doch immerhin leben 80 Mio Menschen und mit Kriegen werden weit mehr Menschen massakriert, als mit Ebola.

Wenn Leute sich mehr für den Kongo interessieren, würde intensiver nach einen Impfstoff gesucht werden. Aktuell sind es 8000 Ebola Tote. Jeder Mensch fehlt, doch es gibt unendlich viel mehr Leiden, welches eben nicht so medienwirksam ist.

Markt für Kobalt wächst rassant

Kobalt ist umstritten. Kinderarbeit steckt drin. Die Chinesen holen sich überall Schürfrechte. Der Rohstoff ist wichtig für Smartphones und Batterien. Es ist fraglich, ob genügend ausgebeutet werden kann. Doch der internationale Markt braucht für die Zukunft Kobold, Menschen und Natur in Kongo sind da zweitrangig.

Eines der wichtigsten Abbauländern von Kobalt ist der Kongo. Wie dort die Arbeitsbedingungen sind, ist wenig bekannt. Glencore, ein Rohstoffkonzern in der Schweiz verweigert die Korrespondenz. Es steht aber immer wieder mal was im Wirtschaftsteil zu finden, der der Rohstoff ist wichtig. Hier ein Artikel das die Kupferproduktion sinkt und die Kobaltproduktion steigt.
Artikel in der Aargauerzeitung vom 25.10.19

Ein Schelm, wem das wundert, denn damit bleiben die Einnahmen des Staates konstant und die Abhängigkeit höher. Denn es fehlt Geld für neue Projekte. Der Pressesprecher hat sich damit gebrüstet, dass Glencore 1 Milliarde Steuer pro Jahr bezahlt wird, wohin das Geld fliesst, weiss niemand.

Rohstoffabbau schädigt die Natur und bedeutet harte Arbeit. Tourismus wäre da viel schöner, doch dafür ist mehr Anstrengung. Kunden sind plötzlich viele interessierte Reisende und Beschäftigungsmöglichkeiten gäbe es viele. Nur Regierungen ziehen Rohstoffgeschäfte vor.

Auf diese Problematik muss immer wieder hingewiesen werden, es ist schlussendlich Ausbeutung.

Es gibt keine armen Afrikaner

Afrika ist das reichste Kontinent der Welt. Wenn es ein Paradies gibt, ist es Afrikaner. Den Kongo geht es nur so schlecht, weil es durch die Amerikaner und Europäer ausgebeutet wird. Alles Gold liegt in der Schweiz. Es ist mein Gold, wenn mir Schweizer vorwerfen, ich sei arm und lebe nur von Sozialhilfe, sollen sie doch Gold zurückgeben. Wir können gut für uns selbst sorgen. Wenn die Europäer aus dem Kongo verschwunden, wird alles gut.

Das ist die Meinung vieler Afrikaner, die nach Europa fliehen. Sie wissen es stimmt nicht, es ist die Schuldzuweisung und die Ausrede. Verantwortung tragen Europäer aber seit Ende der Kolonialzeit hatten zwei Generationen Zeit, etwas zu ändern.

Ungünstige Handelsbeziehungen müssen auf Augenhöhe diskutiert werden, mit Mitleid pokern bringt wenig. Meistens sind es die Eliten, welche mit dem Rohstoffhandel erfolgreiche Geschäftsleute sind, doch im Land nichts bewirken.

Die Flüchtlinge aus den Kongo werden sich kaum auf einen Tausch einlassen, sie wissen wie desolat die Situation ist. Viel leben bluffen sie mit Erfolgen, auch wenn das Einkommen überwiegend ohne Arbeitsleistung generiert wird.

Wie das ändern, Bildung, Bildung, Bildung und auch Menschenrechte.